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Er erzählt von dieser Zeit: „Ich bin ich in eine
Werkstätte vom Psychosozialen Dienst gegangen. Da
habe ich wieder jemanden kennen gelernt. Zuerst war
ich aber überhaupt nicht interessiert an einer
Beziehung. Damals war ich obdachlos und schon
besachwaltet. Dann wollten wir zusammen ziehen. Das
haben wir auch gemacht. Bis 2012 hat das auch
gehalten.“
2006 ist er in die Reintegra gekommen. Langsam
stabilisiert sich sein Leben. Er arbeitet seine Schulden
ab. Herbert Fuxberger entdeckt den Sport für sich. Er
macht beim Business-Run mit. Er läuft ein Jahr später
beim Marathon mit. Dadurch entdeckt er seine Liebe
zum Triathlon und trainiert eifrig Schwimmen,
Radfahren und Laufen.
Lebensplanung
Seine Freundin kann er auch vom Laufen überzeugen.
Sie laufen nun zu zweit. Und es kracht auch in dieser
Beziehung. An dieses Ereignis kann er sich sehr gut
erinnern: „Nach einem Training sind wir nach Hause
gekommen und auf einmal sind einfach die Fetzen
geflogen. Sie hat auch Borderline, fühlt sich total
verfolgt. Ich bin dann eher einer, der flüchtet. Da bin ich
auf der Straße gestanden und habe mich gefragt: Was
mache ich jetzt?“ Da hat er das erste Mal einen Antrag
für Teilbetreutes Wohnen gestellt.